Wohnen und Arbeiten
Bauplätze
Trotz gestiegener Baukosten ist die Nachfrage nach Bauland in der Gemeinde Wilnsdorf weiterhin hoch. Das zeigt insbesondere das Interesse an den 2022 in Flammersbach und 2025 in Rinsdorf erschlossenen Wohngebieten sehr deutlich. Hieraus leite ich ganz klar den Auftrag ab, auch weiterhin Bauland zu erschließen. Denn insbesondere jungen Menschen möchte ich ermöglichen, hier in Wilnsdorf eine Familie zu gründen.
Ganz konkret soll als nächstes Baugebiet „Hofacker II“ in Wilgersdorf erschlossen werden. Hierfür sind bereits viele wesentliche Planungsschritte absolviert worden und die Grundstücksfragen sind ebenfalls in Klärung. Sobald dieses Wohngebiet erschlossen ist, könnten im Anschluss Wohngebiete in Anzhausen, Wilnsdorf oder Wilden erschlossen werden. Dies aber nur, solange die Nachfrage nach Baugrundstücken anhält.
Damit Wohnen aber auch bezahlbar bleibt, möchte ich auch weiterhin die Vermarktung der erschlossenen Wohnbaugrundstücke in gemeindlicher Hand haben. Denn Bauland darf nicht zu einem Luxusgut werden. Deshalb möchte ich die Preise für Wohngrundstücke nicht dem freien Markt überlassen, sondern gedeckelte Quadratmeterpreise ansetzen und diese nach sozialen Gesichtspunkten vergeben. Konkret sollen junge Familien bauen können, ohne dass sie in Konkurrenz mit vermögenden Bürgern oder gar Finanzinvestoren treten müssen.
Bezahlbarer Wohnraum
Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Wohnraum immer teurer wird. Dass das nicht mehr nur ein großstädtisches Problem ist, sieht man leider auch bereits in der Gemeinde Wilnsdorf. Wenn neuer Wohnraum von Investoren gebaut wird, dann handelt es sich zumeist um hochpreisigen Wohnraum. Günstigen Wohnraum oder gar sozialer Wohnungsbau wurde in den letzten Jahren nicht geschaffen. Da aufgrund der hohen Baukosten und der niedrigen Einnahmen bei günstigem Wohnraum nicht damit zu rechnen ist, dass private Investoren sich dieses Themas annehmen.
Wenn die Privatwirtschaft nicht in der Lage ist notwendige Dinge zu tun, dann muss der Staat einspringen. Deshalb beabsichtige ich, entweder über kommunale Wohnungsbaugenossenschaften oder zur Not selbst als Kommune günstigen Wohnraum zu schaffen. Dieser könnte z.B. als kleine Mehrfamilienhäuser, die sich gut in unsere dörfliche Struktur einpassen, realisiert werden. Erste Pläne hierfür liegen bereits vor.
Seniorengerechter Wohnraum
Unsere Gesellschaft altert zusehends. Ein Resultat daraus ist, dass viele Einfamilienhäuser, die früher von einer ganzen Familie bewohnt wurden, mittlerweile nur noch von einem älteren Paar oder vielleicht sogar nur noch von einer einzelnen Person bewohnt werden. Diese Menschen haben oft den Wunsch sich zu verkleinern. Allerdings ist dieser Wunsch damit verbunden, dass man in seinem Heimatort wohnen bleiben möchte und wenn möglich zentral in der Ortsmitte, um keine weiten Wege zur wichtigen Infrastruktur (Einzelhandel, Gesundheitsdienstleister,) zu haben.
Hier gibt es verschiedene Ansätze um den dafür erforderlichen Wohnraum zu schaffen. Grundvoraussetzung ist jedoch, dass die Gemeinde oder ein Investor an Grundstücke in den Ortszentren herankommt. Und um diese Projekte in Zukunft umsetzen zu können, hat die Gemeinde auf meine Anweisung hin angefangen, entsprechende Grundstücke aufzukaufen, wenn sie am Markt erhältlich sind. Leider ist dieser Prozess sehr langwierig, weil die entsprechenden Grundstücke nur sehr selten auf den Markt kommen.
Jetzt gilt es jedoch, die nächsten Schritte zu planen und mit möglichen Investoren entsprechende altersgerechte Wohnungen zu planen und zu bauen. Diese Ziele werden in den kommenden Jahren eine maßgebliche Aufgabe sein die es umzusetzen gilt.
Ausbildungsort Wilnsdorf
Der Fachkräftemangel trifft alle Branchen, auch in Wilnsdorf. Hier hilft kein Lamentieren, sondern die einzige Möglichkeit dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken ist Ausbilden. Deshalb stehe ich im engen Austausch mit den Wilnsdorfer Unternehmen um beste Rahmenbedingungen für Ausbildungsbetriebe zu schaffen. In erster Linie sehe ich die Aufgabe der Gemeinde darin, den Kontakt zwischen Schülern und Ausbildungsbetrieben herzustellen. Deshalb stützen wir unsere Bemühungen seit ein paar Jahren auf drei Füße. Die Ausbildungsmesse, die Azubi-Map und seit kurzem auch noch die Ausbildungstage. Diese Maßnahmen sind sehr erfolgreich und sorgen dafür, dass Ausbildungsstellen in unseren Unternehmen wieder besetzt werden können.
Aber auch die Gemeinde selbst benötigt Auszubildende. Hier setze ich auf frühzeitigen Kontakt der jungen Menschen mit dem potentiellen Arbeitgeber Gemeinde Wilnsdorf. Sei es durch Praktika oder neuerdings durch Ferienjobs. Der Kontakt ist da und führt auch dazu, dass die Gemeinde endlich wieder über 10 Auszubildende hat. Aber hier darf nicht nachgelassen werden, denn auch an der Gemeindeverwaltung ist der demografische Wandel nicht vorbeigegangen. Ich setze ganz klar auf Ausbildung, denn nur so können wir unsere Probleme selbst in den Griff bekommen.
Arbeitsplätze halten – Unternehmen stärken
Eine Kommune ist nur so stark wie ihre Unternehmen. Eine Kommune ist also gut beraten, ihre Unternehmen zu stärken. Wenn ich mich den Wilnsdorfer Unternehmen umhöre, dann sind es mehrere Faktoren, die es den Unternehmen aktuell schwermachen. Zwei dieser Faktoren können von einer Kommune beeinflusst werden. Zum einen sind es mangelnde Fachkräfte, zum anderen Platzbedarf für Erweiterungsflächen. Beides ist aktuell nicht so einfach zu bekommen. Folgerichtig liegt es an der Kommune, hier entsprechende Angebote für Unternehmen zu schaffen.
Bezogen auf die Fachkräfte, ist es mein erklärtes Ziel, die Rahmenbedingungen zu schaffen um Menschen im berufsfähigen Alter hier anzusiedeln. Ganz konkret bedeutet das, dass wir weiteren Wohnraum zu bezahlbaren Preisen schaffen müssen. Denn nur wer auch Wohnraum findet, siedelt sich hier an. Weite Wege zur Arbeitsstätte werden immer weniger von Arbeitnehmern akzeptiert. Allerdings sind es nicht mehr nur die harten Standortfaktoren die eine Entscheidung zugunsten eines Wohnortes bedingen. Immer mehr werden auch die sogenannten weichen Standortfaktoren entscheidungsrelevant. Hier muss man insbesondere das Angebot an Betreuungsplätzen und Schulen für Kinder nennen. Auch Sportangebote sowie kulturelle Angebote sind weiche Standortfaktoren. Hier sind die Angebote in Wilnsdorf gut, allerdings müssen diese auch gehalten werden und teilweise der heutigen Zeit angepasst werden.
Um den Unternehmen Erweiterungsflächen für ihre Betriebe zur Verfügung zu stellen, befindet sich die Gemeinde aktuell in der Planungsphase für ein Gewerbegebiet Lehnscheid VII bei Wilnsdorf sowie Auf der Struth II bei Rudersdorf. Mit diesen Gewerbegebieten kann die Gemeinde Wilnsdorf ihr Angebot an Arbeitsplätzen sichern und sich so wirtschaftspolitisch zukunftsfähig machen. Und das ist auch wichtig, da die Gemeinde auf starke Gewerbesteuereinnahmen durch die Unternehmen angewiesen ist.
Straßenausbau vorantreiben
Zu viele Straßen in der Gemeinde Wilnsdorf sind marode und baufällig. Zu häufig wird nur geflickt, anstatt die Straße grundlegend zu erneuern. Leider sind das Sünden der Vergangenheit, die jetzt aufgearbeitet werden müssen und seit meiner Amtsübernahme wieder intensiver angepackt werden. Da aber so viele Straßen in der Gemeinde sanierungsbedürftig sind, wird das eher eine längerfristige Aufgabe. Trotzdem ist diese wichtig, denn wir dürfen unseren Kindern keine marode Gemeinde mit enormem Sanierungsstau hinterlassen. Deshalb sollen Schritt für Schritt alle sanierungsbedürftigen Straßen in der Gemeinde angepackt werden.
Leider befinden sich viele Straßen noch in einem Zustand, der noch nicht erfolgten erstmaligen Herstellung. Das bedeutet, dass Anlieger mit 90 % Anteil an der erstmaligen Herstellung einer solchen Straße beteiligt werden müssen. Hier fordere ich die Landesregierung auf, analog der Regelung für Sanierungen für Straßen nach dem KAG ebenfalls den Anteil der Anlieger zu übernehmen. Es kann nicht sein, dass durch Versäumnisse der Vergangenheit und mittlerweile exorbitant gestiegenen Baukosten, die Anlieger nun die Leittragenden sind. Eine gemeinsame Resolution aller Fraktionen im Rat der Gemeinde Wilnsdorf liegt bereits im zuständigen Ministerium in Düsseldorf.
Ich setze mich deshalb für den kontinuierlichen Ausbau unserer Straßen ein, vorzugsweise ohne Kostenbeteiligung der Anlieger.
Fragen? Gerne!
Ich freue mich auf Ihre Fragen.
Hannes Gieseler
- Marktplatz 1 - 57234 Wilnsdorf
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