Sicher und Sauber

Polizei & Ordnungsamt

Auch in Wilnsdorf ist Innere Sicherheit ein Thema. Zwar haben wir nicht die Probleme wie große Städte, jedoch sollte man die Augen vor den Problemen in den ländlichen Regionen nicht verschließen. Insbesondere der nahe Autobahnanschluss führt durchaus zu Gelegenheitskriminalität in der Gemeinde Wilnsdorf. Hier arbeiten das gemeindliche Ordnungsamt und die Polizei in Wilnsdorf Hand in Hand. Durch meine Entscheidung, die Polizei ins Rathaus zu holen, haben wir in Wilnsdorf nun seit ein paar Jahren direkt im Zentrum eine Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger. Polizei und Ordnungsamt können durch ihre Nähe auf einem gemeinsamen Flur Einsätze direkt abstimmen und koordinieren.

Trotzdem darf man sich bei dem Thema innere Sicherheit niemals ausruhen. Aus diesem Grund unterstütze ich die Polizei aktiv bei Ihrer Suche eines größeren Standortes in Wilnsdorf, um ihre Einsätze noch besser umsetzen zu können.

Des Weiteren dürfen Regeln nicht dafür da sein, dass sie nur auf dem Papier stehen. Gesetze haben ihren Grund und sind auch umzusetzen. Deshalb wird das Ordnungsamt Schritt für Schritt seine Präsenz in den Ortsteilen ausbauen und Vergehen ahnden. Hier setze ich insbesondere auf eine Aufklärung der Bevölkerung, da es nicht darum geht „Knöllchen“ zu verteilen, sondern um durch Aufklärung zu einer Verhaltensänderung beizutragen, wenn es sich um gefährliche Verstöße handelt.

Das Land NRW hat kleineren Kommunen nun die Möglichkeit gegeben eigenständig Verkehrskontrollen durchführen zu dürfen. Ich beabsichtige diese Möglichkeit zu nutzen. Ziel hiervon ist eine Reduzierung der Geschwindigkeiten vor Schulen und Kindergärten, aber auch in Wohngebieten und an unübersichtlichen Stellen.

Feuerwehr

Unsere aktiven Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner sind essentiell für die Sicherheit in unserer Gemeinde. Sie leisten einen unbezahlbaren Job und sind Garant dafür, dass die Menschen in unserer Gemeinde nachts ruhig schlafen können. Deshalb ist es unabdingbar, die freiwillige Feuerwehr in Wilnsdorf mit der erforderlichen Ausrüstung auszustatten. Ausrüstung, die den Menschen im Einsatz hilft, aber auch dafür Sorge trägt, dass unsere Feuerwehrleute alle heil wieder zurück aus dem Einsatz kommen.

Deshalb werde ich weiterhin unsere Feuerwehrgerätehäuser auf den neusten Stand bringen. Aktuell befindet sich das neue Gerätehaus der Löscheinheit Oberes Weißtal im Bau und erhoffen uns eine Eröffnung im kommenden Jahr. Darüber hinaus ist bereits mit den Planungen eines Neubaus in Wilgersdorf begonnen worden. Aber auch andere Feuerwehrgerätehäuser müssen in der Zukunft angepackt werden.

Die Fahrzeugflotte unserer Feuerwehr ist in einem guten Zustand und muss stetig erneuert werden. Dies ist zwar ein teures Unterfangen, aber ein unabdingbares. Denn auch wenn solche Fahrzeuge viel Geld kosten, wollen wir hoffen, dass sie nur selten gebraucht werden.

Neben Gerätehäusern und Fahrzeugen steht insbesondere die Ausrüstung im Fokus. Denn diese sorgt für einen reibungslosen Einsatz und im Falle der Brandschutzkleidung schützt sie auch die Helferinnen und Helfer. Diese werden Schritt für Schritt erneuert um hier bestmögliche Unterstützung zu bieten.

Darüber hinaus werde ich auch weiterhin mit all meiner Kraft die Jugend- und Kinderfeuerwehr unterstützen. Denn für den wichtigen Feuerwehrdienst müssen wir bereits frühzeitig Nachwuchs heranziehen. Hier bedarf es eines spannenden und niederschwelligen Angebots für Kinder und Jugendliche. Nur so halten wir die Zahl unserer Einsatzkräfte hoch.

Katastrophenschutz

Der Krieg in der Ukraine, der Cyberangriff auf die SIT und auch Umweltkatastrophen in Form von Starkregen, Hochwasser oder Hitzewellen sind leider Alltag geworden. Das Thema Katastrophenschutz muss deshalb noch viel mehr in unseren Fokus rücken.

Zwar werden die Ortsteile wieder mit leistungsstarken Sirenen ausgestattet, die Rettungskräfte in Katastrophenschutzszenarien geschult und die systemrelevanten Institutionen auf Blackout-Szenarien vorbereitet, jedoch ist die Problematik noch nicht überall in der Bevölkerung angekommen. Hier ist es Aufgabe der Gemeinde Wilnsdorf, in den kommenden Jahren intensiv die Bevölkerung auf solche und andere Szenarien vorzubereiten. Informationskampagnen und Schulungen hierzu werden die nächsten Schritte sein. Denn auch wenn ein Rundumschutz nicht möglich ist, müssen wir die Bevölkerung in die Lage versetzen, sich selbst so gut es geht zu schützen.

Gesellschaftliches Engagement

Das öffentliche Leben in einer Gemeinde wie Wilnsdorf funktioniert nur dann, wenn sich Menschen über die eigenen beruflichen und familiären Verpflichtungen in gesellschaftlicher Verantwortung einbringen. Wenn sich Menschen immer weiter in das Private zurückziehen und keine Verantwortung für andere übernehmen, können die aktuellen Angebote nicht aufrechterhalten werden.

Aus diesem Grund sehe ich es als meine Aufgabe, die Hürden für solch ein gesellschaftliches Engagement so niedrig wie irgend möglich zu halten. Konkret bedeutet das, dass Hürden abgebaut oder zumindest minimiert werden müssen. Ob es bei Anforderung zur Nutzung gemeindlicher Räume oder Plätze ist, ob es bei Genehmigungen für Veranstaltungen oder ob es bei der Finanzierung von Projekten ist. Die Gemeindeverwaltung kann hier aktiv unterstützen und Lösungen aufzeigen und Wege zu Förderprogrammen eröffnen. Auch der Kontakt zu den zuständigen Mitarbeitern muss einfach herstellbar und zielführend sein. Hierfür die Strukturen noch effektiver und bürgerfreundlicher zu gestalten, sehe ich als meine Aufgabe als Bürgermeister.

Integration statt Parallelgesellschaften

Menschen fliehen aus Ländern aus unterschiedlichsten Gründen. Ziel vieler Menschen ist Deutschland und somit kommen auch viele Menschen aus unterschiedlichsten Ländern, mit unterschiedlichsten Erfahrungen und traumatischen Erlebnissen zu uns. Diesen Umstand werden wir nicht ändern, egal was Parteien die Rechtsaußen stehen behaupten. Erst recht liegt es nicht in der Zuständigkeit der Gemeinde Wilnsdorf wie viele Menschen Deutschland aufnimmt und wie viele davon der Gemeinde Wilnsdorf zugewiesen werden. Jeder, der anderes behauptet streut Sand in die Augen der Bürgerinnen und Bürger und das ist nicht ehrlich.

Wir als Gemeinde Wilnsdorf sollten uns lieber den Themen annehmen, die in unserer Zuständigkeit liegen. Das ist zum einen die Unterbringung geflüchteter Menschen und zum anderen ist das die Integration geflüchteter Menschen.

Seit Jahren verfolgt die Gemeinde das Ziel einer dezentralen Unterbringung geflüchteter Menschen. Konkret bedeutet das, dass eher kleinere Wohneinheiten auf die Dörfer verteilt werden und nicht ein großer Wohnkomplex vorgehalten wird wo über 100 Personen untergebracht werden können. Denn je kleiner ein Wohnkomplex, desto weniger Probleme entstehen. Auch sind Wohncontainer oder Turnhallen und Dorfgemeinschaftshäuser keine geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten. Es sind vielmehr vorrübergehende Provisorien. Es ist deshalb mein Ziel, neuen Wohnraum zu schaffen um somit die Wohncontainer wieder abbauen zu können und die Dorfgemeinschaftshäuser der Bevölkerung zurückzugeben. Hierfür soll günstiger Wohnraum durch den Bau von kleinen Mehrfamilienhäusern geschaffen werden, der perspektivisch auch anderen Menschen als geflüchteten Menschen zur Verfügung stehen kann.

Wenn geflüchtete Menschen einen Mehrwert für unsere Gesellschaft haben sollen, bedarf es einer guten Integration. Die zwei wichtigsten Bausteine hierfür sind der Spracherwerb und die Integration in das Berufsleben. Seit einem Jahr bringen wir deshalb die Sprachkurse zu den Menschen, statt darauf zu hoffen, dass diese eigenständig sich um einen Kurs in Siegen oder gar noch weiter weg kümmern. Darüber hinaus hat der Gemeinderat auf meinen Vorschlag hin eine Stelle geschaffen, deren Aufgabe es ist, geflüchtete Menschen in Arbeit zu bringen. Dieses Konzept ist sehr erfolgreich und hilft den geflüchteten Menschen und aber auch unsere Unternehmen. So vereinen wir Integration mit Wirtschaftsförderung.

Ich verschließe nicht den Blick vor Problemen bei der Flüchtlingsfrage, aber mit einer aktiven Integration und Begleitung der Menschen, vermeiden wir die meisten Probleme, die wir in Wilnsdorf überwiegend nur aus dem Fernsehen aus Großstädten kennen. Deshalb werde ich diesen Weg auch weitergehen.

 

Saubere Gemeinde

Markenkern einer ländlichen Kommune wie Wilnsdorf ist sein gepflegtes Erscheinungsbild. Dieses zu erhalten ist ein enormer Kraftakt, der jedoch unvermeidlich ist, wenn man eine saubere Gemeinde Wilnsdorf haben möchte.

Aus diesem Grund beabsichtige ich, ein größeres Augenmerk auf profane Dinge wie den regelmäßigen Grünschnitt oder aber die Straßenreinigung zu legen. Das betrifft sowohl die gemeindlichen Aufgaben, als auch die Aufgaben eines jeden Privateigentümers. Deshalb habe ich den Bauhof bereits mit zusätzlichen Stellen ausgestattet und werde auch noch weitere Investitionen in den Bauhof tätigen. Aber auch das Ordnungsamt wird aktiver werden um insbesondere die Privateigentümer regelmäßig an ihre Pflichten zu erinnern.

Verkehrssicherheit

„Es wird gerast in den Dörfern“ ist eines der häufigsten Aussagen, die ich in den letzten Jahren von Bürgerinnen und Bürgern gehört habe. Ob das immer auch wirklich so ist oder nur ein subjektives Gefühl darstellt kann zwar nicht immer klar beurteilt werden, klar ist jedoch, dass es durchaus Autofahrer gibt, die eine Geschwindigkeitsbegrenzung eher als Empfehlung verstehen.

Gegen diese Autofahrer möchte ich in Zukunft noch aktiver vorgehen. Die von mir veranlassten ersten Maßnahmen wie z.B. Geschwindigkeitsanzeigetafeln, 30er-Markierungen auf den Straßen oder physische Geschwindigkeitsbarrieren haben zwar bereits einen ersten spürbaren Effekt erwirkt, allerdings gibt es noch immer Autofahrer die sich davon nicht beeindrucken lassen. Die genannten Maßnahmen sollen auch fortgeführt werden und darüber hinaus aber auch ein noch effektiveres Mittel eingesetzt werden.

Seit kurzem ist es Kommunen unter 50.000 Einwohner gestattet selbst Verkehrskontrollen (Blitzen) durchzuführen und zwar dann, wenn sie mit anderen Kommunen zusammenarbeiten und gemeinsam mehr als 50.000 Einwohner haben. Aus diesem Grund erarbeitet die Gemeinde Wilnsdorf aktuell die Grundlagen um mit Nachbarkommunen zusammen zukünftig eigenständig vor Ort blitzen zu können. Zielsetzung sollen hier vermehrt die neuralgischen Punkte z.B. vor Schulen und Kindergärten sein und weniger das als „abzocken“ wahrgenommene Blitzen an Stellen, wo zwar eine Geschwindigkeitsbegrenzung herrscht, allerdings niemand außer dem Autofahrer selbst gefährdet wird.

Hol- und Bringzone

Seit einigen Jahren zeigt sich leider, dass immer mehr Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden, obwohl die Kinder aus dem eigenen Ort zu Fuß gehen könnten und für Kinder aus anderen Ortsteilen Schulbusse gestellt werden. Diesen Trend wieder rückgängig zu machen ist zwar ein hehres Ziel, allerdings wohl kaum realisierbar.

Aus diesem Grund verfolge ich nun einen anderen Weg. Die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen wollen, sollen aus dem für Kinder gefährlichen Bereich direkt vor der Schule weggelotst und zu einer sogenannten Hol- und Bringzone geleitet werden. Dort können Kinder schnell aussteigen um dann einen sicheren Weg zur Schule antreten zu können. Damit verlagert man das Verkehrsaufkommen in einen Bereich, der für alle Beteiligten sicherer ist und insbesondere die Kinder schützt.

Solche Hol- und Bringzonen sollen zunächst in Niederdielfen und danach in Wilnsdorf entstehen. Sofern erforderlich und auch möglich, soll auch das Rudersdorfer Schulzentrum dahingehend überprüft werden.

Fragen? Gerne!

Ich freue mich auf Ihre Fragen.