Menschen informieren
In der heutigen Zeit haben viele Menschen schnell eine Meinung, ohne jedoch die entsprechenden Hintergrundinformationen zu haben. Die notwendigen Informationen zu bekommen ist jedoch nicht immer einfach. Und genau hier müssen eine Gemeinde und auch ein Bürgermeister aktiv werden. Denn es ist Aufgabe der staatlichen Institutionen die Bürgerinnen und Bürger stets gut zu informieren. Das kann über gesetzliche Mindeststandards (amtliche Aushänge und Veröffentlichungen) erfolgen oder man informiert proaktiv die Menschen über alle wesentlichen Dinge die aktuell in der Gemeinde passieren. Hier habe ich in den letzten Jahren die Kommunikationswege ausgebaut, so dass die Wilnsdorfer über klassische Presseberichterstattung hinaus auch auf der Internetseite der Gemeinde und vor allem über soziale Plattformen wie Instagram, Facebook und WhatsApp regelmäßig informiert werden. Ziel hierbei ist, dass die Menschen in der Gemeinde bei Entscheidungen und Prozessen mitgenommen werden. Denn ein mündiger Bürger muss informiert sein. Hier hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Ich werde jedoch auch weiterhin in diesem Bereich aktiv bleiben um den Informationsfluss nicht abebben zu lassen. Zudem beabsichtige ich, auch neu aufkommende Kommunikationsplattformen zu nutzen.
Neben den digitalen Informationsquellen werde ich auch zukünftig regelmäßig zu Ortsteilforen einladen, um hier die Menschen direkt über Belange ihres Dorfes zu informieren. Wichtig ist mir hierbei, dass diese Veranstaltungen keine Einbahnstraße sind. Denn sie sind die Experten für die Probleme vor Ort. Es gibt immer wieder Dinge, die im Rathaus nicht bekannt sind, weswegen ein Austausch absolut sinnvoll ist und folglich auch von mir fortgeführt werden soll. Mein Ziel hierbei ist, die Regelmäßigkeit zu intensivieren, um so mindestens alle zwei Jahre in jedem Ortsteil zu einem Ortsteilforum einzuladen.
Menschen mitnehmen bei Entscheidungen
Viele Menschen fühlen sich von der Politik abgehangen und nicht mitgenommen. Das betrifft zwar in erster Linie die „große“ Politik in Bund und Land, aber auch hier wurden in der Kommune in der Vergangenheit schon mal Entscheidungen über die Köpfe der Menschen hinweg getroffen.
Die wichtigen Entscheidungen für die Gemeinde Wilnsdorf werden zwar im Gemeinderat getroffen, jedoch ist es mir sehr wichtig, die BürgerInnen auf dem Weg zu einer solchen Entscheidungsfindung mitzunehmen. Deshalb informieren wir häufig bereits VOR geplanten Entscheidungen über Dinge, so dass die betroffenen Bürger sich im Vorfeld auch einbringen können. Das heißt zwar nicht, dass Entscheidungen immer so getroffen werden wie man das vielleicht selbst gerne hätte, allerdings soll jeder die Möglichkeit haben die eigene Sichtweise den Entscheidungsträgern mitzugeben. Das heißt aber, dass bei wichtigen Entscheidungen, die bestimmte Gruppen (z.B. Vereine) betreffen, diese im Vorfeld auch eingeladen werden um sich zu dem Thema einbringen zu können. Diese Beteiligung im Vorfeld werde ich durch regelmäßige Formate ausbauen um so die betroffenen Menschen und Institutionen bei anstehenden Entscheidungen mitzunehmen. Denn wir müssen Politik wieder nahbar machen, um die Menschen auch wieder an demokratische Prozesse heranzuführen und dafür zu begeistern.
Vor Ort bei den Menschen
Als Bürgermeister der Gemeinde Wilnsdorf bin ich vor allem ein Bürger der Gemeinde wie jeder andere auch. Die Entscheidungen treffen mich genauso wie alle anderen auch. Deshalb ist es mir wichtig, als solcher auch in den Dörfern wahrgenommen zu werden. Als einer von ihnen. Ich freue mich deshalb immer sehr, bei Dorffesten, Konzerten, Sportereignissen, Weihnachtsmärkten und vielen weiteren Veranstaltungen, auf die Menschen zu treffen für die ich da bin. Mit ihnen ins Gespräch zu kommen und ganz direkt von ihnen zu hören, wo der Schuh drückt. Denn auch wenn ich einer von ihnen bin, so kann ich nicht immer überall sein. Viele Dinge, die Sie beschäftigen sind im Rathaus vielleicht gar nicht bekannt. Deshalb ist es mir ein persönliches Anliegen als Bürgermeister immer ansprechbar zu sein. Diese gelebte Bürgernähe werde ich auch in Zukunft fortführen, denn wir können unsere gemeinsame Heimat nur dann weiterentwickeln, wenn wir im Gespräch bleiben.
Um regelmäßig mit unseren BürgerInnen in den Austausch zu kommen, haben wir das Format der Ortsteilforen geschaffen. Hier besuche ich mit der Verwaltungsspitze der Gemeinde regelmäßig die Ortsteile um über Geschehenes und Geplantes zu informieren und um mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Diese Ortsteilforen sind sehr gute Möglichkeiten, um den direkten Austausch mit den zuständigen Mitarbeitern des Rathauses zu führen. Deshalb werde ich dieses Format auch weiter ausbauen um den Rhythmus der Besuche in den jeweiligen Ortsteilen weiter zu verkürzen. Denn der direkte und regelmäßige Austausch zwischen BürgerInnen und Verwaltung ist unabdingbar für eine bürgernahe Politik.
Bürgernahe und ansprechbare Verwaltung
Die Gemeindeverwaltung existiert nicht zum Selbstzweck, sondern um das Leben in der Gemeinde am Laufen zu halten und durch einzelne Projekte das Leben jedes Einzelnen in der Gemeinde Wilnsdorf zu verbessern. Hierfür ist es unabdingbar, dass eine Verwaltung kundenorientiert arbeitet und wir uns immer wieder bewusstmachen, dass wir für die Menschen in unserer Gemeinde da sind. Das heißt nicht, dass jede Entscheidung und jedes Handeln einer Verwaltung immer im Interesse jedes Einzelnen sein müssen, jedoch bedeutet es, dass man sich mit allen Anliegen, die die Gemeinde betreffen, an die Gemeindeverwaltung wenden kann. Leider haben manche Menschen jedoch das Gefühl, mit ihren Problemen kein Gehör zu bekommen.
Schnell die richtigen Ansprechpartner im Rathaus finden zu können ist deshalb für mich eine Selbstverständlichkeit. Ihr Anliegen soll dann auch mit der entsprechenden Ernsthaftigkeit bearbeitet werden um im Idealfall Lösungen zu finden und nicht nur auf Probleme hinzuweisen. An diesem Ziel werde ich in den kommenden Jahren weiter arbeiten. Eine kundenorientierte Gemeindeverwaltung ist mein erklärtes Ziel.
Politik transparent gestalten
In der großen Politik in Bund und Land hat man leider häufig das Gefühl, dass die Interessen und Wünsche der Menschen nur eine untergeordnete Rolle spielen und über die Köpfe der Menschen hinwegregiert wird. Diese Entwicklung gilt es auf kommunaler Ebene zu verhindern. Denn es gibt leider auch Feinde unserer Demokratie, die es begrüßen würden, wenn unsere Demokratie eines Tages nicht mehr funktioniert. Deshalb sehe ich es auch als meine Aufgabe als Bürgermeister an, die Menschen weiterhin für die Demokratie zu begeistern. Dafür müssen aber auch demokratische Prozesse verständlich erklärt und damit transparent gemacht werden. Hier sehe ich eine Hauptaufgabe darin, diese politischen Prozesse so aufzubereiten und zu erklären, dass auch alle diese verstehen können. Dieses Ziel haben wir leider noch nicht an jeder Stelle perfekt umgesetzt, mein Ziel für die Zukunft ist hier jedoch ganz klar.
Informationen sind elementar für eine funktionierende Demokratie, denn häufig sind die leichten Antworten leider nicht die zielführenden. Populismus kann man mit einer transparenten und mitnehmenden Politik den Wind aus den Segeln nehmen. Denn der Schutz unserer Demokratie ist unser aller Aufgabe und ich werde mich dieser stellen.
Jugendbeteiligung stärken
Junge Menschen werden immer häufiger Ziel von Rattenfängern von Rechtsaußen, die mit ihren vermeintlich einfachen Antworten auf komplexe Fragen Lösungen vorgaukeln, die sie in Wirklichkeit jedoch nicht haben.
Die Gemeinde ist die Keimzelle der Demokratie. Deshalb ist es unsere Aufgabe, junge Menschen zu widerstandsfähigen DemokratInnen zu machen, damit diese, antidemokratischen Kräften, insbesondere von Rechtsaußen, etwas entgegenhalten können. Demokratie erlernt man am besten durch gelebte Demokratie im Alltag und durch Erfolge, die durch demokratische Prozesse erwirkt werden konnten. Deshalb habe ich mit meinem Team in den letzten Jahren den Jugendbeteiligungsprozess „Jugend Entscheidet“ oder wie er in Wilnsdorf heißt „Icecream und Ideen“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, junge Menschen selbst die Entscheidung über ihre Projekte in der Gemeinde zu übertragen. Den Erfolg dieses Projektes möchte ich in die Zukunft tragen und damit eine Kontinuität in der Jugendbeteiligung in Wilnsdorf etablieren. Alle Kinder, die in Wilnsdorf groß werden, sollen mindestens einmal die Möglichkeit haben an dem Projekt teilzunehmen, um so Demokratie zu erlernen und zu erleben. Mein Ziel ist es, dass Wilnsdorf Vorreiter in der Jugendbeteiligung bleibt.